Betrieb Bayern

Der Forstbetrieb Thiergarten in Bayern bewirtschaftet ca. 10.000 ha eigenen Wald und rund 2.000 ha Fremdwald östlich von Regensburg in funktionalisierter Organisationsform. Durch die Funktionalisierung ergeben sich Tätigkeitsschwerpunkte in der waldbaulichen Planung, der Ausführung von biologischer und technischer Produktion sowie der Betreuung von Fremdwäldern.

Geologie

Die Waldungen des Forstbetriebs Bayern gehören zum geologischen Teilraum „Regensburger Wald“, der aus paläozoischem Kristallingestein aufgebaut ist und einen Ausschnitt aus dem Südwestteil des moldanubischen Grundgebirges und somit der Böhmischen Masse darstellt.

Im westlichen Teil des Forstbetriebes herrschen Gneise vor, während im östlichen Bereich Granite dominieren. Weite Flächen sind von einer unterschiedlich starken Lößlehmdecke überlagert.

Bodentypologisch bewegen wir uns im Verbreitungsgebiet der mesotrophen Braunerden. Es herrschen frische, tiefgründige Lehme oder frische lehmige Gruse vor. Die Standortspalette reicht vom extrem trockenen Steinschuttboden auf Kuppen und an steilen Hängen bis zu sehr frischen Rinnen und Mulden, die z. T. durch Lößlehm beeinflusst sind.
Auf größeren Verebnungen kommt es zur Pseudovergleyung. Die typische Humusform ist der Moder. Frühere Streunutzung ist heute noch an humus- und stickstoffarmen Oberböden zu erkennen.

Klima

Die Höhenlage reicht von 330 bis 670 m ü. NN. Die Niederschläge reichen von 650 bis 850 mm im Jahr und von 200 bis 350 mm in der Vegetationszeit. Die Jahresmitteltemperatur bewegt sich zwischen 6,5°C und 8° C, in der Vegetationszeit liegt sie zwischen 14°C und 16°C.

Bewirtschaftungsziele

Betriebsziel sind stabile Mischbestände mit standortgerechtem, hohem Nadelholzanteil möglichst aus Naturverjüngung.

Wildarten

Rotwild, Schwarzwild (Wildschweine), Rehwild

Baumartenverteilung (nach Fläche)

Baumartenverteilung nach Fläche

Der Betriebsteil Bayern ist ein nadelholzdominierter Forstbetrieb mit nachhaltig hohem Laubholzanteil. Die Fichte nimmt als Hauptbaumart mit rund 50 % den größten Flächenanteil ein. Durch einen nachhaltig betrieben Waldumbau nimmt der Anteil klimastabiler Nadelhölzer stetig zu. Hierzu zählen die Douglasie mit gegenwärtig ca. 8 % sowie die Baumarten Lärche und Tanne mit jeweils 3 %.

Die Rotbuche als wichtigste Laubbaumart hat einen Flächenanteil von ca. 22 %. Unter den sonstigen Laubhölzern finden sich vornehmlich Edellaubhölzer wie der Bergahorn und verschiedene Weichlaubhölzer, wie die Roterle und Birke.