Betrieb Baden-Württemberg

Der betriebsteil in Baden-Württemberg bewirtschaftet zwischen Bodensee und Schwäbischer Alb rund 8.000 ha eigenen Wald in funktionalisierter Organisationsform. Durch die Funktionalisierung ergeben sich Tätigkeitsschwerpunkte in der waldbaulichen Planung sowie der Ausführung von biologischer und technischer Produktion.

Geologie

Die Waldungen des Forstbetriebes Baden-Württemberg erstrecken sich über eine Südwest-Nordost Ausdehnung von knapp 100 km. Aufgrund der Weitläufigkeit bewegen wir uns hier in 2 verschiedenen Wuchsgebieten. Zum einen haben wir die Schwäbische Alp mit ihren tertiären- und diluvialen (eiszeitlichen) Ablagerungen und zum anderen das Nordwestdeutsche Alpenvorland. Die Geologie des Wuchsgebiets wird v.a. durch die überwiegend flache Altmoränenlandschaft und die stärker kuppierte Jungmoränen-landschaft geprägt. Beide Eiszeiten hinterließen langgezogene Endmoränenwälle, die im Gegensatz zur Grundmoräne größtenteils durchlässige unproblematische Standorte aufweisen. Die Böden im Bereich der Altmoräne sind durch die länger andauernde Entbasung im Zuge der Pedogenese häufig von Versauerung, Verdichtung und Vernässung geprägt, jedoch überwiegend gut nährstoffversorgt. 

Ausgangsmaterial für die Bodenbildung Bodenart
Altmoräne Lehme und kiesig-sandige Böden (73%)
Tertiär Sande, Tone, Lehme (21%)
Weißjura Kalkverwitterungslehme (4%)
Jungmoräne lehmige Böden (2%)

Die Entwicklungsreihe der Kalksteinböden reicht von Protorendsina (Initialstadium), die für Waldbäume kaum ausreichend Wachstumsbedingungen bietet, bis zur Braunerde- Terra fusca auf der z.B. die Fichte ein hervorragendes Wachstum aufweist.

Die Morphologie der Waldstandorte ist fast ausschließlich eben oder nur leicht geneigt (90%). Lediglich 10% befinden sich in Hanglagen.

Klima

Die Höhenlagenbereiche reichen von 550m bis zu 650m ü. NN. Die Niederschläge bewegen sich in einem Bereich von 739mm bis 837mm im Jahr und von 273mm bis 298mm in der Vegetationszeit. Die Jahresmitteltemperatur bewegt sich zwischen 6,4°C und 7,5° C, in der Vegetationszeit liegt sie zwischen 15,4°C und 17°C.

Bewirtschaftungsziele

Betriebsziel sind stabile Mischbestände mit standortgerechtem, hohem Nadelholzanteil möglichst aus Naturverjüngung.

Wildarten

Schwarzwild (Wildschweine), Rehwild

Baumartenverteilung

Baumartenverteilung nach Fläche

Der baden-württembergische Betriebsteil weist ein für das südwestdeutsche Alpenvorland typisches, durch Fichten dominiertes Waldbild auf. Mit einem Anteil von rund 70 % ist die Fichte als Hauptbaumart besonders im Südwesten der Betriebsfläche stark vertreten, während im reliefreicheren Nordosten des Betriebs wüchsige Buchenbestände mit hohem Edellaubholz-Anteil zunehmen. Die Buche ist mit einem Flächenanteil von 13 % vertreten und damit die bedeutenste Laubbaumart. Daneben haben die Esche und Eiche als weitere Laubbaumarten einen deutlichen Flächenanteil. Der Lärchen- und Douglasienanteil nimmt im Zuge des Waldumbaus allmählich zu.